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Dieser Blog ist ein Sammelsurium von Gedichten.

Freitag, 11. Mai 2012

Was, wenn mein Schmerz nur ein Gedanke war?

Ich lebe als Kohlekumpel
Bergwerk ist mein Sein
Mit Dir sein, ist aus dem Schacht aufsteigen
Endlich Licht sehen
Deine Augen sind die Sonne
Ich fördere zu Tage
was ich so lange habe vergraben
Brockenweise öffne ich mein Herz

Kannst Du es nicht entziffern
schlage ich es klein
Stückchen dich zu füttern

Diese Orgel ist verstimmt
Ihr Klang verheißt nichts Gutes
Und Du kommst her
Dein Arm an mir
& willst mir Gutes tun
& tust es

Es ist dunkel - da woher ich komme
& für Licht hab ich kein Geld
Doch Du bringst Deins & ich berichte
führe Dich in meine Welt

Du richtest meinen Hals
Redest mir Verrenken aus
Jedes Wort ist viel zu viel zu wenig
Niemals ist ihm gut getan

Denn mit Dir leben kann ich nicht,
Nur mit uns schon

Dieser Arm wird schwer vom Träumen
& dieser Rahmen ist zerschlagen
Meine Tage ohne Dich?
Frieren, bangen, hoffen, klagen.

-

Der Brand, den Du nicht löschen kannst
Malt Dir alle Wände schwarz

-

Versuch es zu verstehen
Dass wann und dass es kann
Konnten wir nicht kommen sehen

Diese Decke dreht sich nicht
Diesen Boden schlägt niemand aus
Über den zu Laufen schwierig ist
Kerzen im Wind,
Offene Fenster
Blöd; nicht zu Denken

Lack in meinem Mund
Ich zerkaue diesen Stift
Dir zu Schreiben:
NEIN;
Über, mit: mir so egal!
Oder könnte es anders sein?

Nein hier hilft keine Chemie
Kein Nichts kann anders hier was tun
Wir kotzen lieber Straßen blau
Wir schauen zu, wie sie verbluten

Bei mir ist nichts zu holen
Und Du hältst die Hände auf

tbc.

(müsste K.) (für Maja)

Samstag, 5. Mai 2012

Eine Zunge aus Luft

Wär einsam willkommen & fern nicht so weit,
gäb es uns beide in einem Meer aus zu zweit
Würd ich sagen: "was machst du?"
und hatte es ehrlich gemeint
Würden deine Lider fallen
Deine Zunge nah den Lippen
Könntest Du dir sicher sein
Dass wir uns ganz gut gefallen

Was Du hörst ist nicht die Stille
nur das Fehlen von Worten
Das hast Du so nicht bestellt
Du zahlst nur das Porto

Eben warst Du nah bei mir
dann kam doch der Morgen
Ich hab noch Blut am Finger
Nur die Laken sind schon wieder frisch
Ich will mich nicht schon wieder waschen
zu viel geht von dir

Meine Hand hält deinen Schlüpfer
Daran riechen wollt ich nie
Doch wie ich bin ach komm
verschmerz es

(müsste K.) (für Maja)

Exzerpt: Ich hatte Dich angelogen, ich hatte an deinem Slip gerochen, von dem Moment an, dass der weiße Fleck zu mir gehört. Es können Nanometer die Zeit teilen. Hier vertrockne ich in der Sonne und die Nacht ist eine Meer.

Dienstag, 17. April 2012

Ich töte Menschen

Der Strohhalm zwischen meinen rissigen Zähnen hindert meine Lippen am letzten Schluss.
Der Beat kommt langsam und verebbt hinterm Gaumen zu grüner Brühe. Musik für die Schüssel. Das andere Ende des Spektrums, die einzige Antwort.
Dieser Husten will nicht gehen und die Nacht ist noch unerreichbar. Zurück gegeben an die Startlöcher. Rückwärts ohne Spiegel, raus mit nassem Haar. Der Strauch verliert seine Dornen zuletzt. Hier ist die Stille, die ich brauche, denn dein Arm rinnt über den Teppich. Ohne Angst ist lustig leben. Augen ohne Rast in Höhlen von Vernunft.

Wir haben Recht, Du solltest bleiben. Das Leben, in das Du zurück willst, ist nicht mehr Deins. Noch weniger unseres. Weniger Vergessen.

Ich muss Deine Zeit mit Wert füllen. Wir tragen Klötze von Hürden. Ich muss dir davon nicht noch mehr geben. Deine Augen sind ewig, deine Nase ist zu. Mein Blick scheint Dir fremd, was denkst Du jetzt? Wir können noch nicht unter Andere, wenn wir doch bald nichts Anderes haben.
Fangen wir dann Fäden? Machen sie zu zwei Geschichten, über die wir zweifelnd laufen? Wir sind dann zwei Kinder mit Büchse und Schnur. Ich rutsche auf die schwarzen Tasten. Der Gleichklang ist kein Akkord mehr.

Zu lieben & zu schreiben.

Steine zum Zerteilen groß. Wir haben alles. Wohin ich dich führen kann? Ich weiß es nicht.
Was andere als Highlight ihres Tages begreifen, bringt uns zum Lachen. Auf deinem Gesicht geht die Sonne unter. Tröten mit vier Hälsen werden zu neunschwänzigen Peitschen. Ich wünsche Regen in die Zuckerstreuer.

(müsste K.) (für Maja)

Freitag, 6. April 2012

Vom immer wieder Fallen

Treue ist schwierig & gar nicht wahr. Flüchtig, fadenscheinig etwa.
Reue ist so sehr da, so stechend, wie geschmolzene Butter, die Du aus Angst vor zu vielen Weightwatcherpunkten nicht mehr von der Stulle bekommst.
Bitte, oh bitte, bleibe da, wenn Du nicht glaubst, dass Du gerade da bist. Obschon Du weißt, dass Du irgendwann zahlen musst, ist die Rechnung noch längst nicht auf dem Tresen und das Eis in deinem Glas noch nicht geschmolzen. Du bist eins mit dir und deiner Unentschlossenheit.

Nicht Dein Blut rinnt durch die Straßen.

JA, Du wurdest verlassen, bist seit dem allein. Aber, das warst Du immer, oder wer hat deinen Schlafsand gemacht?
Dieser Moment passt keinem in deiner Anrufliste. Niemand kann das hören wollen. Verzeih der Decke, denn das Kissen will dir Schlimmeres.

(müsste K.)

Donnerstag, 29. März 2012

Allein ist man weniger zu zweit

Gut, diesen DJ durfte ich nicht prügeln - ich kannte ihn mit Namen. Er machte sehr deutlich wie "dancing with myself" nicht gemeint ist. Irgendwer hat mir was ins Bier getan. Ich fange an Leute zu beleidigen - Wahrheitsdrogen. Eigentlich bin ich nur ehrlich.
Die nächste Zigarette macht Desolates deutlich. "Im Taxi weinen" wird nichts, schlafen geht, rauchen auch. Glatze fördert den Respekt. Aber Wiebusch hat recht.

Auf dem Weg zum Supermarkt wird der gestrige Abend zum Rohrschachtest und warum schmerzt mein Arm so sehr? Ich laufe durch den Regen, wie durch die Gesprächsfetzen der letzten Nacht. Aus meinem Pulli quillt die Erinnerung, jede Pore schreit nach einer Dusche.
Verzichtbare Menschen, aber eben auch die paar, auf die es ankommt. Gerade heute sollte die Sonne scheinen. Der Olivenbaum kann so hoch nicht wachsen und das weißt Du.

Schnee im Frühling. Im Denken der Anderen. In den Armen einer Fremden aufgewacht, wie eingeschlafen. Das kann nicht sein. Glück ist ein Tennisball aus dem Aus in den Sammelbehälter des Platzwarts. Die schwarze Kugel fällt zuletzt und wo ist all der Nebel hin?

Es gibt keine offenen Türen.

Ohne Tränen keine Katharsis.
und weniger ist mehr.
Reich an Äpfeln, Sauerteig

(müsste K.)

Montag, 26. März 2012

Wenn wir nicht sterben - des Gehängten Memoiren IV

Wäre ich nur an den meisten Inseln vorbei gesegelt. Mein Schiff wäre immernoch ganz. Nicht Leck geschlagen, nie versandet und vermeintlich angekommen. Wenn ich aber selber das Schiff bin, kann ich es nicht bewegen - die Metapher hinkt.
Was bin ich also? Ein Anhalter, Tramper, Streuner - losgelassen in den Strudel aus nutzlosen, rasierten Muschis. Wo sind all die feuchten Träume hin?
Bipolare Zuneigung zur Utopie verkommen - unter meinen Dielen verscharrt. Der Tag ein Anachronismus. Ohne Gemüseschäler nicht zu verstehen.
Tage mit der Sanduhr an den Propeller geklebt. Kreide am Rand, ein Kreis entsteht - optische Täuschung, obwohl ich es besser weiß.
Verachtung als Motor, wenn Zuneigung Bremse ist. Der ungezählte Zug von hier. Das Taxi, dass ich mir nicht leisten kann. Die Welt in der ich nicht bleiben will. Opportunitätssucht in der Nacht und auf Drogen. Und das ist meine Entschuldigung. Was soll mein Herz schon dafür können, wenn es doch immer nur noch höher schlägt?
Unsicherheit ist ein hohes Gut, denn es trennt die Schnäppchen vom Luxus.

Und jetzt ist es vorbei und ich kann mich dem Gedanken nicht erwehren, etwas verpasst zu haben. Das ist nicht mal Ironie, es fehlt mir das Wort.

(müsste K.) (Weiterwissen: The Twilight Sad - I became a prostitute)

Freitag, 23. März 2012

Regen im Bauch

Früher Morgen, späte Füße
wenn diese Laken niemals sauber waren?
Janus mein Beschützer - mein heimlicher Freund
Kerzen mit Klebeband.
Gern geschenkt, lieber zerbrochen - ::>:;:>::
Finger der Spuren - Grind zu erzählen
Last an der Klippe
Wogen aus Plastik

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(müsste K.)