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Dieser Blog ist ein Sammelsurium von Gedichten.

Donnerstag, 17. September 2015

Meine Herren schlafen draußen

Zu wissen, was mit Verrätern im neunten Kreis der Hölle, so alles Schönes passiert,
hilft ungemein,
dabei nicht durchzudrehen
Sich nicht selbst die Nägel übers Gesicht zu ziehen
bis es blutet.

Während man an Waagschalen denkt,
Die nie klein genug sind.
Sie wollen dir nix mehr geben

Denn manche Schweine sind gleicher,
doch alle fressen Dreck.

Genugtuung ist ein zu langes Wort für Poesie,
Deswegen steht das hier auch nicht.

Und Rache ist für Narren.
So einer warst Du schon.
Und es hat nix gebracht.

Gerade Schultern, mein Freund,
& ein aufrechter Kopf.

Zwischen deinen Ohren liegt die Welt,
also komm mit ihr klar.

(mk)

(Danke T.B.)

Mittwoch, 2. September 2015

Die See zieht sich zurück, doch sie kommt wieder.

Es ist ja nix, was man nicht kennt.
Es ist halt mal gewesen,
für sie

Und das kennst Du schon
Da warst Du schon mal
und bist noch hier.

Den Teufel,
der dir ins Ohr säuselt,
es wäre diesmal nicht so,
den kennst Du mit Namen.

Ihr hattet lange das gleiche Ziel
Doch ihr sprecht nicht mehr viel

Seit sie Dich nicht schlafen lässt
Weil ihre Haut ein anderer riecht
Und Dein Kind Dich ihn nicht töten lässt.

Es ist ja nix
Außer einen Brocken zu schlucken,
der dir die Kehle spaltet.
Wenn sie Dich für ihn von sich wäscht,
bevor sie geht.

Diese Lieder kennst Du schon
Und die Kälte kannst Du tragen.

gez. Dein Kopf
an: Dein Herz

(mk)

Donnerstag, 27. August 2015

Irgendwo her müssen ja die ganzen beschissenen Balladen kommen.

Ich habe in den falschen Momenten an mich gedacht.
Denn falsche Fehler gibt es doch!
Solche, die man nie wieder gut machen kann:

Davon gibt es sicher so viele,
wie lose Pflastersteine,
die deinen Gang gen Versprechen unsicher machen.

Es ist doch einfach nur zu viel passiert.
Viel zu viel "ich kann nicht mehr".
Wir haben uns vergessen.

Und Du hast dich verschenkt.
Verdünnst deinen schönen Kopf mit Lachen.
das keines ist.
Wann wachst Du auf?
und fragst mich wieder etwas von Belang?

Der Witz beginnt da,
wo Du vom Alltag fliehen wolltest
und in ihm gelandet bist.

Es bleibt sich gleich
Du gehst
Ich bleibe
So simpel, so oft passiert, so hingenommen.
Nur uns doch nicht.
Warum denn bitte uns?

Ich denke an eine Zeit,
wo die Schwüre so groß,
und deine Haut zu erkunden so unendlich war.
uns die Welt zu baren Füßen lag
Als wir uns genau diesen Moment ausreden mussten,
denn da waren wir vorher zu oft.

Im Krieg geboren. Gebrannte Kinder.
Verlorene Zwillinge.
Wir hatten tausend Worte.
Nur Glück nannten wir es nie.

(mk)

Der Schmerz

ist eine witzige Sache,
wenn man es genau betrachtet.
Er holt dich immer wieder ein
und dein dummes Herz lädt ihn zu Bleiben ein
und will ihn nicht,
weil er nach Magensäure schmeckt
denn ihr Fehlen macht dir das Essen grau.

Es schlägt sich mit ihm
nächtelang
bei billigem Wein
und halbgutem Gras
und immer bis aufs Blut

Doch das ist nicht Rocky I
Du gehst nicht auf die Bretter
noch nicht

Bis Du wieder Lachen kannst,
wenn sie bei ihm ist
er sie küsst
und sie sich gerne küssen lässt.

Dir bleibt die größte Lebentigkeit
im Todeswunsch.
Dir bleibt die Realität
kalt und klar wie Spiegelscherben.

(mk)

Freitag, 31. Juli 2015

Restzeit-Story

Es kommt weder eine Nadel aus den Tasten in deine Finger noch aus den Kopfhörern in dein Trommelfell, wenn du etwas ignorierst, was dich schocken soll.
Überall ist Mitgefühl, sharing is caring.

weil es nur per Knopfdruck weitergeht
und jeder Link so wichtig ist
ist Teilen nun, wie Anteilnahme geht
digital vernetzt im Grau: Sozialfaschist

Und wenn gestern Nacht ein Kind, ein Moslem, ja ein Syrer schrie
he`ll never be, more than a twist in my sobriety

Du drückst dem Stricher auch nicht auf den Nabel
und denkst das wäre Essen
Deine Maus ist eine leere Gabel
unter Tausenden vergessen

you should really really share it

gelähmt von der Tristesse des Bösen
geh ich heut Greul und Herde zählen
und ich kann's einfach noch nicht lösen
ob's nur Qual ist, oder sie richtig quälen

Wenn die Menschen euer Stadt nur noch aus Ellenbogen bestehen und ihr in großen Konflikten denken wollt, während schon eure Nachbarschaft euch nichts mehr angeht, wie soll er dann gedeihen:

der gute Mensch von Sezuan?

es eint sich Übermacht im Streuungwinkel
das hat es schon gegeben
und ihr quellt über von dem Dünkel
unter jedem Stein sucht ihr das süße Leben

Allein allein, allein allein
Ihr sterbt allein
Und euch bedeckt Ruinenstaub
Welt entzaubert
Denn alles war erlaubt.

share it.

(mk)

Montag, 27. Juli 2015

Durchhalteparolen Inc.

Ich schreibe nicht, 
diese Zeilen sind keine Schrift, 
denn ich schreibe nicht.
Dieser Gedanke ist kein Wort
weil ihm beide Flügel fehlen

Da ist nur Schlamm im Ofen
ich muss ihn essen
jeden Tag

Da ist nur Scham im Herzen
Ich bin kalt 
und in mir will nichts mehr raus.

Man hat mich gelinkt
mit warmen Händedruck erstochen
und keiner wills gewesen sein

Ich geh aus der Welt
umgeben von Lachen
weil ich nicht mehr geradestehen kann

(mk)

Wenn jeder an sich denkt, sind alle allein.

Geh nicht zur Hexe, wenn Du hilflos bist,
sie wird wissen, dass du kommst
Sie strickt dich ein mit Spinnenbeinen
und alles war umsonst
Du darfst nicht vor ihr weinen
Ihren Saft, darfst du nicht trinken
denn selber hält sie nicht davon

Geh nicht zur Hexe, wenn Du lieben willst
denn ihr Flüche fressen dich auf
das kriegst du alles fünf mal wieder

Und einsam wirst du sein
wo keine Decke Wärme ist
wirst an Versprechen verwelken
und menschliche Rücken zählen

Geh bitte nicht mehr zur Hexe
Sie wird dein Traumtöter sein.

(mk)