Ein lächerlich schlichtes Treiben,
macht sich die Welt zu eigen.
Gleichermaßen breitet sich ein Lachen auf meinen Lippen aus über all die Unwissenden!
All diesen ehrgeizigen Tieren...
Stehen da, übersäht von Labels
erworbenes Leben
die Identität im Magnetstreifen
Diese Blüten ohne Keim,
der Spross, der nie entsprang.
Ein Status ohne Grund.
Ein Leben ohne Anfang.
Alles Ende
Ein Leben? Eher ein Unwichtigsein in der Endlichkeit!
Und warum? Ein Dasein zur Befriedigung von Bedürfnissen, die keine sind?
So viel, das du nicht bist,
macht die Schlieren an den Spiegel.
Dessen Scherben nie verschwinden.
All der Lippenstift in deinem Becken
kann die Unlust nicht verdecken.
All deine vermeintliche Emanzipation verschleiert nicht deine gesellschaftliche Prostitution.
Gerne kannst du die Beine überschlagen,
mit was du heimgehst, heißt: Versagen!
Determinination als einzig erfüllbares Ziel?
Lauter Menschen mit Händen im Staub
denen man scheinbar alles erlaubt
und du, der sich fragt,
warum man ihm alles versagt!
Dein
Leben ist ein Spiel, in dem du Regie führst,
du die gezinken Karten
gibst und dich dennnoch fragst,
warum dein Gegenüber ständig gewinnt.
Und dann sind die Würfel gefallen.
Dein Versteck ist bei niemand - nicht allen.
Deine Füße fressen noch ein Bischen Nichts
und du kommst heim ohne Gesicht.
Wäre Gott Frankenstein geblieben,
würden alle sich noch lieben.
Zusammengeschusterter, inzestuöser Moloch:
Kurz: Leben
(müsste K.)
[mk]
Mittwoch, 14. Mai 2014
Wind im Ohr
Es ist Herbst im Kopf,
In einen immer klaren Himmel kann ich schauen
während ich knietief im Laub stehe
Es ist Winter im Herzen
nur ein paar warme Orte
zu denen ich besonders schnell die Tür schließe
der Kälte entfliehen kann
Und trotzdem soll noch Frühling in den Füßen sein
Wer mag mir das erklären?
Wer kann denn das verantworten?
Die Zeit ein Riese, von einem Däumling
in Fesseln geschlagen
Das Monster, das unsre Träume Träume bleiben lässt
heißt Physik
(müsste K.)
In einen immer klaren Himmel kann ich schauen
während ich knietief im Laub stehe
Es ist Winter im Herzen
nur ein paar warme Orte
zu denen ich besonders schnell die Tür schließe
der Kälte entfliehen kann
Und trotzdem soll noch Frühling in den Füßen sein
Wer mag mir das erklären?
Wer kann denn das verantworten?
Die Zeit ein Riese, von einem Däumling
in Fesseln geschlagen
Das Monster, das unsre Träume Träume bleiben lässt
heißt Physik
(müsste K.)
...
Ein Anderer als ich schreibt diese Geschichte. Ein anderer Kopf hat
sie geträumt und fremde Finger fliegen über die Tasten. Eines Alter Egos
bester Freund hat sie ihm ins Ohr geflüstert und er kann seit Tagen an
nichts anderes denken, als sie aufzuschreiben - dieses Gerücht einer
Geschichte, die er nicht erdachte, die nicht von ihm ist, die er immer
war.
Seine eigene Figur. Aber das ist ja immer so. Einen Plot kann man nicht erdenken. Das macht er ganz gut selber. Der, der es aufschreibt, kann es nur ausschmücken, ist reines Werkzeug einer Macht, die er nicht versteht, die ihn küsst oder fallen lässt, wie es ihr gefällt. Sie lässt ihn nicht schlafen, lässt ihn warten, hält ihn hin.
Kaum konnte ich ahnen, was für mich geplant war, denn Schreiben ist wie Kotzen. Ich muss es tun, wenn mir so schlecht ist, dass ich an nichts anderes denken kann. Erst wenn der Zettel voll ist, kann ich mich wieder belangloseren Dingen widmen.
(...)
Seine eigene Figur. Aber das ist ja immer so. Einen Plot kann man nicht erdenken. Das macht er ganz gut selber. Der, der es aufschreibt, kann es nur ausschmücken, ist reines Werkzeug einer Macht, die er nicht versteht, die ihn küsst oder fallen lässt, wie es ihr gefällt. Sie lässt ihn nicht schlafen, lässt ihn warten, hält ihn hin.
Kaum konnte ich ahnen, was für mich geplant war, denn Schreiben ist wie Kotzen. Ich muss es tun, wenn mir so schlecht ist, dass ich an nichts anderes denken kann. Erst wenn der Zettel voll ist, kann ich mich wieder belangloseren Dingen widmen.
(...)
Wenn Macht eine zählbare Größe wäre, würde mich interessieren, wie viel von ihr für ihre Erhaltung drauf geht.
Natürlich saßen wir Menschen damals am Feuer mit Handarbeit auf dem Schoß und alles war gut. Klar kann man sich dahin zurück sehnen, als das Leben noch einfach war und man wenigstens genau wusste, wer einen unterdrückt. Der Lehnsherr mit seinem Lehnsheer.
Nur ist morgen nicht alles schlecht. Nüchtern betrachtet hat der Mensch die letzten 200 Jahre für nichts anderes verwendet, als darauf, Gott zu zeigen, das wir wirklich seinem Bild entsprechen, dass wir richtig tüchtig grausam sein können und das mit einer Effizienz, das er wirklich nicht anders kann, als uns stolz die Schulter zu tätscheln. Wir haben ihm gezeigt, das der Mensch gut im allen ist, auch eben darin die manuelle Steuerung zu übernehmen, wenn ein System sich nicht so selbst reguliert, wie es das soll.
Und da kann da riesig rot und leuchtend Totsünde drauf stehen, so lange nicht im Moment der Tat ein Blitz vom Himmel fährt, dann hat er es ja vielleicht doch nicht gesehen und weil sich das häuft, verneint man Gott, verlacht ihn gerne.
Was ist der Mensch denn anderes, als pure Kreativität? Wie genial in seiner Bosheit, beispielsweise, ein Tier zu töten, es sich selber in den Arsch zu stecken und dann seinen Mitmenschen als Wurst zu essen anzubieten.
Der Tod steht uns so gut, dass wir und mit ihm einkleiden.
tbc.
(müsste K.)
Nur ist morgen nicht alles schlecht. Nüchtern betrachtet hat der Mensch die letzten 200 Jahre für nichts anderes verwendet, als darauf, Gott zu zeigen, das wir wirklich seinem Bild entsprechen, dass wir richtig tüchtig grausam sein können und das mit einer Effizienz, das er wirklich nicht anders kann, als uns stolz die Schulter zu tätscheln. Wir haben ihm gezeigt, das der Mensch gut im allen ist, auch eben darin die manuelle Steuerung zu übernehmen, wenn ein System sich nicht so selbst reguliert, wie es das soll.
Und da kann da riesig rot und leuchtend Totsünde drauf stehen, so lange nicht im Moment der Tat ein Blitz vom Himmel fährt, dann hat er es ja vielleicht doch nicht gesehen und weil sich das häuft, verneint man Gott, verlacht ihn gerne.
Was ist der Mensch denn anderes, als pure Kreativität? Wie genial in seiner Bosheit, beispielsweise, ein Tier zu töten, es sich selber in den Arsch zu stecken und dann seinen Mitmenschen als Wurst zu essen anzubieten.
Der Tod steht uns so gut, dass wir und mit ihm einkleiden.
tbc.
(müsste K.)
Sonntag, 2. März 2014
Generation Lagerfeuer
Gegen was kämpfe ich
hier eigentlich?
Wenn doch alles eins
ist
Und es zu viele Ziele
gibt
Warum bin ich so sauer?
Die Wut macht mich
sauer
Und dieser kleine
Moment Lachen
Fuck, neidische Blicke,
Die gönnen einem nix
Haltet doch einfach die
Fresse
Wenn ihr fremde Lieder
singt
Sie sind nicht Eure!
Denn was seid ihr denn
eigentlich?
Oder wie es heute heißt
Wen stellt ihr grad
dar?
Wenn Qualität Kevin
heißt
Keiner wird euch vom
Gegenteil überzeugen
Anderer Ideen lest ihr
von Notenblättern
Alle werden klatschen
das habt ihr so toll
gemacht
Da ist der Nebenjob
kein Ding,
wenn man nur üben muss
Vom Reißbrett
anfangen,
die Muse,
ist eine schwere,
hässliche,
nach Eiter aus dem Mund
stinkende,
Liebhaberin,
die selten Lust zum
Küssen hat,
sich aber die ganze
Zeit aushalten lässt.
Wenn ihr das nicht
kennt,
dann bleibt in der
Garage
trinkt ein paar Bier
und lasst mich in Ruhe
(müsste K.)
Samstag, 18. Januar 2014
Das ist es nicht wert (eine Hommage an Smudo – Rudi)
Lass es sein mit der Gitarre,
lass es sein
Und diesen Entwurf im Schub
lass es sein
Dieses miese Talent, ich weiß es nervt
doch, lass es sein
Wenn Du doch nichts kannst. Deine
Freunde dein Publikum sind und zu jedem Ja und Amen sagen.
Anteilnahme ist kein Applaus. Denn deine Stromrechnung ist nicht
bezahlt, für was? Tinte kaufen oder Essen, nein, Wein!
Und gute Gedanken, so gute Gedanken.
Hunger, es ist kalt, der Wein ist alle, der Hunger kommt bald.
Diese Zeile von gestern, die aus dem
Traum, verhallt.
Dieser Neid, wenn alles schon da war
Lass es sein
Du wirst nicht reich
Lass es sein
Du wirst nicht erben, erfolgreich
wetten, dealen, broken und das Ding auf deinem Schrank ist
verschissen nochmal nicht antik.
Lass es sein
Geh stempeln, mein Freund. Mach
Schichten am Fließband. 8 Stunden, 8 Stunden, 8Stunden.
Weihnachtsfeier, Kopierraumfick, Gewissen, Gewissen, Frau, Haus,
Kind, Kredit.
Mach es, ja mach es doch!
Sei ein Blatt im Wind, das vom Baume
fiel.
Um im Unterholz zu modern,
Dein schöner Geist wird Madenfraß
Du wirst vergessen
denn es wird keinen geben
der dich vergaß.
Doch lass es doch sein
Wir werden alle gleich klein
Werden hungern, schlafen ein.
(müsste K.)
Freitag, 15. November 2013
An mein Kind
Der Versuch alles richtig machen zu
wollen ist sicher so dämlich, wie das Verlangen, das alle einen
mögen, nur musst du mir diese Torheit verzeihen – manchmal weiß
ich es eben doch nicht besser.
Ich bin auch alles andere als eine
Vaterfigur, ich bin ja selbst noch ein Kind, aber vielleicht ist das
gar nicht so schlecht. SO können wir die Welt gemeinsam entdecken.
Denn selbst wenn ich weiß warum der Himmel blau ist und warum Regen
von oben nach unten fällt, ich werde nie aufhören diese Dinge schön
zu finden.
Und alles wird Musik sein. Und weil man
Kindern alles verzeiht, werden wir SOOOO viele Leute verarschen. Dein
Lachen wird mein Herzrythmus sein. Du bist erst 4mm groß, ein
weißer, blinkender Punkt in weißem Gewabber auf schwarzem Grund.
Wie der Punkt auf dem Radar, der blinkt und anzeigt, wo man hin will:
zu dir!
Lass dir bloß nie einreden, dass du
anders bist, nur weil du in Häuser einbrichst, um auf dem Dach den
Sonnenaufgang zu sehen. Und geh, wohin du willst, aber lass von dir
hören.
Ich liebe dich. Auch wenn ich zornig
bin, pocht in mir dein kleiner weißer Punkt.
Wenn dieses Leben aus mir keinen
Grieskram machen konnte, dann habe ich wenigstens das, es an dich
weiter zu geben. Lass uns spielen gehen.
(Mario Kelling)
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