Mir fehlt seit geraumer Zeit das Ventil meine Wut zu kanalisieren. Ich fühle eine unendliche Leere in mir, die mich mit bleierner Schwere in die Tiefen der Nacht zieht, wo ich mich und alles um mich vergessen kann. Ich gehe immer schlafen mit der Gewissheit, dass ich morgen alles schaffe und warte am nächsten Tag doch nur wieder auf die Nacht. Ich öde mich an und was noch schlimmer ist: ich öde alle anderen noch viel mehr an. Ich drehe mich um mich selbst und renne auf der Straße einem Wunschbild entgegen, dass sich weiter entfernt, umso schneller ich werde.
"Hier ist es viel zu kalt und schrecklich hell für jemanden, der so ungern in den Spiegel schaut." (Jupiter Jones)
Ich bin verwundbar geworden. Ich benutze selten Hauptstraßen, aus Angst Menschen zu begegnen, die ich enttäuscht habe. Wenn mich wieder mein schlechtes Gewissen plagt, beschließe ich, den Tag damit zu beenden vom Dach zu springen, nur um es dann aus Feigheit doch zu lassen und mit bewusster Feigheit einzuschlafen und aufzuwachen. Der Spiegel kennt mich nicht mehr. Ich löse mich langsam auf und verschinde immer weiter. Ich gehe selten vor die Tür, die Vorhänge habe ich seit dem Einzug nicht geöffnet. Ich verstecke mich vor meinem Leben. Mir ist ständig nur noch kalt, weil ich nichts esse. Mein Gesicht ist eingefallen und ich laufe gebückt. Der ewige Regen ist meine Strafe der Versäumnis sonnig zu sein. Ich bin der laufende Kadaver einer vorbeien Zeit, Mitglied einer Generation von Opfern einer Jugend gegen nichts. Altersschicht ohne Inhalt und Konflikt, die sich gemeinsam betrinkt und von gestern redet. Unsere Kunst bescheibt die Suche nach einem Ziel und sei es, dass das Ziel die Suche selber ist. Diese ekelhafte Spruch vom Weg, der das Ziel ist, ist uns allen ins Gesicht geschrieben und wir beten um ein Glück, das zu finden wir bezweifeln. Unsere Bücheregale sind übervoll mit Selbsthilfebüchern und wir denken unseren Weg selber lenken zu können, ein bewusstes Leben, bis wir irgendwann aufwachen und sehen, dass wir nichts für nichts können, Zeit zu gehen und der Generation iPod adé zu sagen.
Aber vorher gehen wir schnell noch mal zum Friseur. "Und die Angst vor dem Versagen bleibt unser einziges Gefühl" (Jupiter Jones). Ich verbringe meine Zeit mit Musik und Büchern deren Inhalt mich spiegeln, aber das ist normal, denke ich. Ich bin in der Wildnis ausgesetzt und keiner hat mir eine Machete gegeben. Natürlich ist das pures Selbstmitleid, aber ich habe es nicht anders gelernt mich selber zu reflektieren.
(müsste K.)
[mk]
Samstag, 16. April 2011
Neu hier und da
Andreas Spechtl der Band Ja!Panik lässt sich in der neuen Musikexpress über eine bestimmte Gruppe Autoren aus. Er nennt sie "mir geht es schkecht, aber ich mache mir ein Bier auf und vielleicht kommt dann mein bester Freund vorbei und umarmt mich"-Autoren. Der kann mich mal.
Mir ist gerade die Notwendigkeit von Obama's Gesundheitsreform dringlich ins Gesicht gesprungen. Deutsche Pornostars haben echt die besseren Zähne, da muss was passieren. Go Barack!
Mir ist gerade die Notwendigkeit von Obama's Gesundheitsreform dringlich ins Gesicht gesprungen. Deutsche Pornostars haben echt die besseren Zähne, da muss was passieren. Go Barack!
Endlich Koma
Sollte etwas, sollte sein, nie mehr ein fach, nie mehr klein
ich steh vor seltsam, woll-
lüstiges Sein
verfängt sich still in
einem Ding - Blut, das tropft
ich bin viel - verkannt mein Kopf
hängt halbseiden, lose
im brüllenden Wind
hager mein Fleisch
mein Kind
Was ich berühre
verkehrt sich schnell
ins Gegenteil
ich blecke Sehnsucht
stolpre Noten
schreie geil
meine Hoden schmerzen noch von letzter Nacht
Wahnsinn, etwas
ruhe Nacht
tatsächlich weiß ich
keine Worte mehr
endlos stumpfe, leere Hülle
ich stülpe mich
im Spiegel regelrecht
nur eine Bitte
bitte brecht
langsam
bescheiden
in mir
entzwei
schnell
ich gleite klanglos
an dir
vorbei
müsste K-Schein Punkt A
ich steh vor seltsam, woll-
lüstiges Sein
verfängt sich still in
einem Ding - Blut, das tropft
ich bin viel - verkannt mein Kopf
hängt halbseiden, lose
im brüllenden Wind
hager mein Fleisch
mein Kind
Was ich berühre
verkehrt sich schnell
ins Gegenteil
ich blecke Sehnsucht
stolpre Noten
schreie geil
meine Hoden schmerzen noch von letzter Nacht
Wahnsinn, etwas
ruhe Nacht
tatsächlich weiß ich
keine Worte mehr
endlos stumpfe, leere Hülle
ich stülpe mich
im Spiegel regelrecht
nur eine Bitte
bitte brecht
langsam
bescheiden
in mir
entzwei
schnell
ich gleite klanglos
an dir
vorbei
müsste K-Schein Punkt A
Montag, 11. April 2011
Ich werde Sexualphilosoph!
Ihr nervt.Ich bin so sauer auf euch. Ich verschwende Zeit, nein, ihr verschwendet meine Zeit. Ich langweile mich, und eure Langweiligkeit langweilt mich bis aufs Blut. Seid ihr borniert? Warum müsst ihr immer tanzen können? Und dann still sein und gut wirken? Ich bin gerade sehr betrunken und echt mies gelaunt! Fickt euch, ehrlich, geht weg mit euren Dreads und rosanen Schamlippen. Lasst mich in Ruhe mit Bock auf Elektro und mal fix nen veganen Burger reindrücken.
Und dann riecht ihr so gut und seid so gewandt in Worten und dann seid ihr schwul, oder lesbisch, oder vegan, oder blond. IHR kotzt mich an. Dann seid ihr links wie beim Kickern, wenn du den Ball bekommen willst, aber die Feder dich daran hindert, dass du es tun kannst. Und die Schwuchtel gegenüber macht ein Tor und du magst Kickern nicht mal sonderlich.
Wir lassen das also mit uns machen. Drücken uns in Situationen. Blödfolk kennen lernen. Salz in Wunden und Wunden erzählen, warum? Können wir nicht anständig in unseren Zimmern verroten?
Und ihr seid so wunderbar. Ich kann mir eure Namen nicht merken, beim besten Willen nicht. Süße Hintern und nette Worte und sich profilieren müssen. Nicht mehr meins! But, "Working for joy in overtime" (Patrick Wolf - Tristan - Wind in the wires).
Gut, Schwanz raus und nicht mehr nachgedacht. Lässig hängen lassen!
Was sind wir also? Dicke Lümmel und feuchte Muschis? Immer nur flache Bäuche, lecker Hintern? Reden wir so endlos blöden Scheiß um zu ficken? Wollen wir nicht einfach den Stolz haben alleine zu schlafen?
Wir können alles wählen. Ich esse Steak und hole mir vor Redtube einen runter. Ich bin frei und gebunden in dem Fragen ob es denn was anderes gibt? Ich bin gefangen im Wissen dass ich anders war, weniger verbittert, weniger zynisch, weniger verachtend.
Dieser Tag war so wunderbar. Und trotzdem, ihr seid alle nackt und nur Muschis und Schwänze und zum Ficken verdammt und wer was andres sagt, der lügt, einfach ok, aber schlüssig, ein Bisschen.
Wollen wir weniger vulgär werden? Aber dann müssen wir romantisch werden, dazwischen gigt es nichts, nicht für mich: Romantisch also: Muss wunderschön sein, nicht? Ok Versuch: Etwas das anfängt mit roten Lippen und endet mit einem rostigen Messer, denn auf die ein oder andere Weise bringt man sich doch immer um.
Wenn die Franzosen den Akt an sich schon den "kleinen Tod" nennen, ist es doch nur sehr naheliegend, das Ende einer Beziehung, Sterben zu nennen. Nie ist es gleich, aber es gleicht sich so sehr.
Und der Morgen danach wird zweierlei in Wahrscheinlichkeit: schwarz oder weiß, na gut grau ist auch drin. Was bereue ich? Mache ich das nochmal. Für mich war immer ein guter Indikator, dafür dass es weiter geht, wenn es Morgensex gab. Denn wenn sie oder ich bereuht, ist das einfach keine Option!
Und die ewig quälende Frage, Wann? Wann weg? Wann vorbei? Durch mich oder durch sie? "And the pain will make you crazy, you're the victim of your crime, too much love will kill every time" (Queen - too much love will kill you). Wie recht er hat, der Freddie. Hat er es nur gesagt oder auch gelebt? Ich will es nicht wissen.
Wieder nüchtern, weiter denken. Ich bekomme SMS, dass ich krank wäre und meine Texte immer schkechter würden. Seltsam, ich selber finde mich immer toller! Aber bitter stimmt und das hat gesessen. Mario, das klingt sehr bitter. Bamm.
Ich wollte nie Michel Houellebecq werden und selbst der hat grade seinen Humor wieder entdeckt. Extrem sein macht auch nur Spaß zu zweit.
Ich schreibe dies aus der Badewanne in die Welt und fühle total 2011. Ich bin Single, süchtig nach Kaffee, ich jobbe um zu schreiben und trinke um zu vergessen, mein Leben eine Hassliebe.
(müsste K.)
Und dann riecht ihr so gut und seid so gewandt in Worten und dann seid ihr schwul, oder lesbisch, oder vegan, oder blond. IHR kotzt mich an. Dann seid ihr links wie beim Kickern, wenn du den Ball bekommen willst, aber die Feder dich daran hindert, dass du es tun kannst. Und die Schwuchtel gegenüber macht ein Tor und du magst Kickern nicht mal sonderlich.
Wir lassen das also mit uns machen. Drücken uns in Situationen. Blödfolk kennen lernen. Salz in Wunden und Wunden erzählen, warum? Können wir nicht anständig in unseren Zimmern verroten?
Und ihr seid so wunderbar. Ich kann mir eure Namen nicht merken, beim besten Willen nicht. Süße Hintern und nette Worte und sich profilieren müssen. Nicht mehr meins! But, "Working for joy in overtime" (Patrick Wolf - Tristan - Wind in the wires).
Gut, Schwanz raus und nicht mehr nachgedacht. Lässig hängen lassen!
Was sind wir also? Dicke Lümmel und feuchte Muschis? Immer nur flache Bäuche, lecker Hintern? Reden wir so endlos blöden Scheiß um zu ficken? Wollen wir nicht einfach den Stolz haben alleine zu schlafen?
Wir können alles wählen. Ich esse Steak und hole mir vor Redtube einen runter. Ich bin frei und gebunden in dem Fragen ob es denn was anderes gibt? Ich bin gefangen im Wissen dass ich anders war, weniger verbittert, weniger zynisch, weniger verachtend.
Dieser Tag war so wunderbar. Und trotzdem, ihr seid alle nackt und nur Muschis und Schwänze und zum Ficken verdammt und wer was andres sagt, der lügt, einfach ok, aber schlüssig, ein Bisschen.
Wollen wir weniger vulgär werden? Aber dann müssen wir romantisch werden, dazwischen gigt es nichts, nicht für mich: Romantisch also: Muss wunderschön sein, nicht? Ok Versuch: Etwas das anfängt mit roten Lippen und endet mit einem rostigen Messer, denn auf die ein oder andere Weise bringt man sich doch immer um.
Wenn die Franzosen den Akt an sich schon den "kleinen Tod" nennen, ist es doch nur sehr naheliegend, das Ende einer Beziehung, Sterben zu nennen. Nie ist es gleich, aber es gleicht sich so sehr.
Und der Morgen danach wird zweierlei in Wahrscheinlichkeit: schwarz oder weiß, na gut grau ist auch drin. Was bereue ich? Mache ich das nochmal. Für mich war immer ein guter Indikator, dafür dass es weiter geht, wenn es Morgensex gab. Denn wenn sie oder ich bereuht, ist das einfach keine Option!
Und die ewig quälende Frage, Wann? Wann weg? Wann vorbei? Durch mich oder durch sie? "And the pain will make you crazy, you're the victim of your crime, too much love will kill every time" (Queen - too much love will kill you). Wie recht er hat, der Freddie. Hat er es nur gesagt oder auch gelebt? Ich will es nicht wissen.
Wieder nüchtern, weiter denken. Ich bekomme SMS, dass ich krank wäre und meine Texte immer schkechter würden. Seltsam, ich selber finde mich immer toller! Aber bitter stimmt und das hat gesessen. Mario, das klingt sehr bitter. Bamm.
Ich wollte nie Michel Houellebecq werden und selbst der hat grade seinen Humor wieder entdeckt. Extrem sein macht auch nur Spaß zu zweit.
Ich schreibe dies aus der Badewanne in die Welt und fühle total 2011. Ich bin Single, süchtig nach Kaffee, ich jobbe um zu schreiben und trinke um zu vergessen, mein Leben eine Hassliebe.
(müsste K.)
Anschein Punkt ist eine feige Sau!
So, da hat man jetzt eine tollen Menschen gefunden, der schreibt und mit einem trinken kann und was macht der? NIX. Der verpisst sich oder lässt einen einfach stehen. Aber sonst ist der total toll und deswegen kann man dem nicht sauer sein.
Was soll das auch? Menschen haben alle ihre eigenen Wege und, mit Verlaub, auch Ziele und da kannst du dich nicht hinstellen und deren Abend verändern wollen, sollen die mal selber machen.
Trotzdem, Alex, das war nicht fair. Wie konntest du mich alleine lassen? Ich habe aufgelegt und es war toll, ich habe am Feuer gesessen und wirklich gute Worte geteilt, es war nichts schlimm und ich wollte es jemandem sagen. Blöd!
Du hattest nichts vom Feuer und den Worten, hast wo anders Bier getrunken. Opportunität ist nicht wirklich immer erstrebenswert. "If there is any place you'd raterh be, then go" sang Lisa Hannigan. Wahre Worte, aber Freund warum müssen wir immer anders sein, warum ist die nächste Location (das Versprechen von Glück) immer mehr wert als das Warten auf das Passieren von etwas an dem Ort, an dem wir grade sind?
Hattest du Spaß, hast du geküsst oder wenigstens getanzt? Ging es dir besser als mir, denn mir ging es gut! Denn ich habe getanzt, zumindest das, und mich gefragt, was du gerade tust. DU bist sicher um 4 ins Bett, während ich um 9 noch Scheite nachgelegt habe. Du warst sicher nicht halb so am Lachen als ich, wie ich morgens um 17 Uhr abends aus dem Hoffenster nach Milch für Kaffee schrie, runter ging und Bier bekam. Du kannst doch nicht ernsthaft davon ausgehen, dass dein Wochenende toolllerrrrr war? NÖ!
Alex, hier jetzt mal ne Ansage! Der Puffbesitzer kennt uns noch, hat uns sicher als Warnbild hinter dem Tresen kleben. Der Polizist hat sich sicher die Kopie meiner Kreditkarte eingeschweißt. Und trotzdem fehlt mir Wut. Zwei Wochen zurück habe ich einen Freund für den andren stehen lassen? Macht man das? Ist man verpflichtet immer immer da zu sein? Nicht wechseln dürfen ist der Tot jeder Impulsivität. Aber wie schwer wiegt Freundschaft, Verbundenheit, Verantwortung dafür, dass es dem Anderen gut geht? Wann ist eine Verabredung vorbei, respekive, wann kann ich mich neu orientieren, also um welche Uhrzeit? Und spielt der Faktor, wei lange man sich nicht gesehen hat eine Rolle?
Wir kennen uns ein Jahr, ein gefühltes Jahr, obwohl vielleicht habe ich ein halbes vertrunken. Ist er in der Pflicht? Alex fühlst du etwas grummeln? Tust du nicht und das ist richtig, ich kann niemanden strafen für Dinge, die ich selber tue!
High 5, du feige Sau
(müsste K.)
Was soll das auch? Menschen haben alle ihre eigenen Wege und, mit Verlaub, auch Ziele und da kannst du dich nicht hinstellen und deren Abend verändern wollen, sollen die mal selber machen.
Trotzdem, Alex, das war nicht fair. Wie konntest du mich alleine lassen? Ich habe aufgelegt und es war toll, ich habe am Feuer gesessen und wirklich gute Worte geteilt, es war nichts schlimm und ich wollte es jemandem sagen. Blöd!
Du hattest nichts vom Feuer und den Worten, hast wo anders Bier getrunken. Opportunität ist nicht wirklich immer erstrebenswert. "If there is any place you'd raterh be, then go" sang Lisa Hannigan. Wahre Worte, aber Freund warum müssen wir immer anders sein, warum ist die nächste Location (das Versprechen von Glück) immer mehr wert als das Warten auf das Passieren von etwas an dem Ort, an dem wir grade sind?
Hattest du Spaß, hast du geküsst oder wenigstens getanzt? Ging es dir besser als mir, denn mir ging es gut! Denn ich habe getanzt, zumindest das, und mich gefragt, was du gerade tust. DU bist sicher um 4 ins Bett, während ich um 9 noch Scheite nachgelegt habe. Du warst sicher nicht halb so am Lachen als ich, wie ich morgens um 17 Uhr abends aus dem Hoffenster nach Milch für Kaffee schrie, runter ging und Bier bekam. Du kannst doch nicht ernsthaft davon ausgehen, dass dein Wochenende toolllerrrrr war? NÖ!
Alex, hier jetzt mal ne Ansage! Der Puffbesitzer kennt uns noch, hat uns sicher als Warnbild hinter dem Tresen kleben. Der Polizist hat sich sicher die Kopie meiner Kreditkarte eingeschweißt. Und trotzdem fehlt mir Wut. Zwei Wochen zurück habe ich einen Freund für den andren stehen lassen? Macht man das? Ist man verpflichtet immer immer da zu sein? Nicht wechseln dürfen ist der Tot jeder Impulsivität. Aber wie schwer wiegt Freundschaft, Verbundenheit, Verantwortung dafür, dass es dem Anderen gut geht? Wann ist eine Verabredung vorbei, respekive, wann kann ich mich neu orientieren, also um welche Uhrzeit? Und spielt der Faktor, wei lange man sich nicht gesehen hat eine Rolle?
Wir kennen uns ein Jahr, ein gefühltes Jahr, obwohl vielleicht habe ich ein halbes vertrunken. Ist er in der Pflicht? Alex fühlst du etwas grummeln? Tust du nicht und das ist richtig, ich kann niemanden strafen für Dinge, die ich selber tue!
High 5, du feige Sau
(müsste K.)
Samstag, 9. April 2011
Und es bleibt
Und es bleibt grau. Es ist grau den ganzen Tag, zieht meine Mundwinkel nach unten. Grau am Abend, und in der Nacht ist es schwarz, aber sicher trotzdem grau. Am Morgen um neun am Lagerfeuer: grau, aber Hoffnung, blaue Schwaden tauchen auf oder ist das der Joint?
Ich erwache 15:30 von lautem Klopfen an meiner Tür. "Lass mich mal rein, wir müssen dringend Keks backen". Oh Mann. Huete Abend gehts weiter.
(müsste K.)
Ich erwache 15:30 von lautem Klopfen an meiner Tür. "Lass mich mal rein, wir müssen dringend Keks backen". Oh Mann. Huete Abend gehts weiter.
(müsste K.)
Sonntag, 27. März 2011
Wie ich zum Müllsünder wurde.
Sonntag:
Wir beiden sind nun seit gut einem Monat ausgezogen. Der letzte Schritt solch einer Aktion ist immer sich irgendwie die nicht unbeträchtliche Kaution zu ergaunern. Dem stehen jedoch zwei Dinge im Weg: Berge von Müll und Flaschen und wir sollen streichen. Beides hassen wir, sonst wären wohl auch die Wände nicht so nikotingelb. Wir haben das sehr lange vor uns her geschoben und immer wieder die absurdesten Aureden gefunden es nicht zu tun, jedoch ist der Monat bald rum, wir zahlen schon längst keine Miete mehr und jetzt geraten die Tage ab dem 27. März zur Schweißaktion.
Die Flaschen nerven völlig. Wir haben wohl schon mal vor einem Jahr eine Fuhre davon weggebracht, bei der Menge die ich vor mir sehe, denke ich allerdings das geträumt zu haben. Der Container ist nicht am Ende der Welt, jedoch weit genug weg, da nicht hin zu wollen, außer man muss eben. Es sind doch tatsächlich vier große Ikeatüten und mehrere Edekabeutel voll. Das Klirrkonzert ist wahrhaft meisterlich. In denen diesen Parkplatz umgebenden Gebäuden werden erboßt Fenster geschlossen. Was fällt uns auch ein Sonntag 15 Uhr so einen Radau zu machen?
Seine Möbel sind noch zur Hälfte in der Wohnung verteilt. Wir beschließen für den nächsten Tag nochmal einen Transporter zu leihen, um die Wohnung nun endgültig auszuräumen. Da fällt mein Blick auf etwa 8 Müllsäcke, die in der Ecke liegen und deren Inhalt ich nur zu genau kenne. Von Trennung keine Spur. Müll, Essensreste, Rohlinge, Kleidung, Technik, Papier, eben alles was man wegwirft, wenn man eine Wohnung auflöst. Nur können wir das nicht einfach vors oder hinters Haus stellen, wenn wir doch die Einzigen sind, die gerade ausziehen, muss man nicht Columbo sein, um uns auf die Schliche zu kommen. Mir kommt der Transporter wieder in den Sinn und ich beschließe meinem ehemaligen Mitbewohner zu einem Umweltverbrechen zu raten. Nicht ganz Japan, aber immerhin. Sobald es morgen dunkel ist werden wir uns wohl an einem nahegelegenen Waldstück verlustieren.
Das Streichen nervt mehr, als ich dachte. Wir haben keine Musik und er will erstmal alles abkleben. Ich halte mich für so versiert keine Flecken zu machen, eine halbe Stunde später gebe ich ihm Recht. Ich war sogar so mutig mit neuer Hose und neuen Schuhen hier aufzutauchen und muss es nicht bereuen, kein einziger Fleck, HA!
Das blöde an weißen Wänden ist, dass man nie sieht, wo man schon gestrichen hat, was uns bleibt ist die Vermutung und immer wieder gegen das Licht schauen, ob sich denn schon was verändert hat. Dachschrägen sind das nächste Übel, das geht ins Kreuz.
Ich hasse es, Ich hasse es, ICH HASSE ES!
Montag:
Der Transporter hat viel zu viele PS für meine Lust zu fahren, wie mit dem Go-Kart in den Kreisverkehr und über Bordsteine räubern. Auf dem Parkplatz musste noch fast eine E-Klasse dran glauben, was soll das aber auch, über Spiegel fahren, das ist doch nicht schön. Mein Mitbewohner bekommt es mit der Angst zu tun, also fahre ich jetzt mit 20km/h in unsere Straße ein damit der sich wieder beruhigt. Schwere Scheiße schleppen die Vierte. Dieser Umzug dauert eindeutig bereits zu lang. Ich kann keine Treppen mehr sehen. Warum ziehe ich auch immer so weit nach oben? Den ganzen Tag plagt mich dr Gedanke an die illegalen Säcke. Wo nur hin mit dem Mist. Zum Glück wird es schon vor acht dunkel.
Treppen rauf Treppen runter, drei Stunden später ist es geschafft, es bleibt: der Müll. Wie die Panzerknacker fahren wir im Dukeln durch die Stadt, immer Ausschau haltend nach Containern ohne Schloss, weit ab von der Straße, wo keiner wohnt. Überall Lichter, Menschen, Autos, potentielle Judasse. So viel Eier haben wir nicht einfach hier zu halten. Wir fahren ziellos umher, er bekommt eine SMS. Am Studentenwohnheim stehen große Tonnen ohne Schloss, Deal. Mit ausgeschlateten Scheinwerfern aufs Gelände, Seitentür auf und ab dafür. Keine zwei Minuten später geht die Tür nicht mehr zu. Wir ziehen, schieben und fluchen beide, man wird uns entdecken. Wir suchen nach einem versteckten Mechanismus, finden aber nur Gewalt, die das Problem dann auch löst. Gut für heute, morgen wird wieder gestrichen. Der Übergabetermin wurde nochmals verschoben, wir haben Zeit bis Donnerstag.
Dienstag:
Küche und ein weiteres Zimmer gestrichen. Wir sehen aus wie Koksschlümpfe und arbeiten bis es dunkel wird und wir keine Lust mehr haben.
Mittwoch:
Morgen wirds ernst, heute muss alles fertig werden. Wir beginnen mit dem entgültigen entmüllen der Wohnung. Mir fällt der Keller ein, Flaschen und Klamotten. Also noch ne Tour. Vergeblich suche ich eine Stunde nach einem Altkleidercontainer, finde keine, stelle meinen Wäschesack in der neuen Wohnung auf den Dachboden. Nächstes Übel, die Kammer des Schreckens. Halbe Treppe, beim Einzug gefüllt und seit dem nicht mehr hinein geschaut. Als sie offen ist wissen wir warum. Unsre Umzugskisten von damals und drei unaudgebaute Schränke, Bretterhaufen plus ein Teppich. Wir beschließen all das in der Hof zu stellen, denn da war schon einer vor uns böse. Die Kartons baue ich auseinander und finde einen Rest Einzugspizza. Kein Stück Schimmel dran, was tun die da rein?
Streichen bis 18 UHr dann kehren, Farbe abkratzen, wischen. Alle Lampen abgebaut, 20 Uhr wirds dunkel, nicht gut zum Putzen. Bleibt noch was für morgen. Zu Hause bin ich so alle, dass ich mich kaum noch bewegen kann. Mir tut meine linke Arschbacke weh, da war ich am Montag drauf gefallen, Schmerzen bei jeder Treppenstufe.
Donnerstag:
Zwei Zimmer wischen. Schnell gemacht. Wohnung leer, endlich! Ich gehe baden, denn meine Arme ziert noch Farbe von gestern, bin morgens nicht zu Duschen gekommen. Kaffee, Kippe, Übergabe. Nette Frau, genügsame Frau. Wunder oh Wunder, wir bekommen unsre Kaution zurück, wenn die wüsste. In sechs Wochen, naja wenigstens überhaupt.
Ich ziehe erst wieder um, wenn ich reich genug bin jemanden dafür zu bezahlen, mir das alles vom Hals zu halten. Oder ich werfe beim nächsten Mal einfach ein Streicholz auf den bezingetränkten Restmüllhaufen und kassiere fett Versicherung. Irgendwie, nur nie wieder so.
(müsste K.)
Wir beiden sind nun seit gut einem Monat ausgezogen. Der letzte Schritt solch einer Aktion ist immer sich irgendwie die nicht unbeträchtliche Kaution zu ergaunern. Dem stehen jedoch zwei Dinge im Weg: Berge von Müll und Flaschen und wir sollen streichen. Beides hassen wir, sonst wären wohl auch die Wände nicht so nikotingelb. Wir haben das sehr lange vor uns her geschoben und immer wieder die absurdesten Aureden gefunden es nicht zu tun, jedoch ist der Monat bald rum, wir zahlen schon längst keine Miete mehr und jetzt geraten die Tage ab dem 27. März zur Schweißaktion.
Die Flaschen nerven völlig. Wir haben wohl schon mal vor einem Jahr eine Fuhre davon weggebracht, bei der Menge die ich vor mir sehe, denke ich allerdings das geträumt zu haben. Der Container ist nicht am Ende der Welt, jedoch weit genug weg, da nicht hin zu wollen, außer man muss eben. Es sind doch tatsächlich vier große Ikeatüten und mehrere Edekabeutel voll. Das Klirrkonzert ist wahrhaft meisterlich. In denen diesen Parkplatz umgebenden Gebäuden werden erboßt Fenster geschlossen. Was fällt uns auch ein Sonntag 15 Uhr so einen Radau zu machen?
Seine Möbel sind noch zur Hälfte in der Wohnung verteilt. Wir beschließen für den nächsten Tag nochmal einen Transporter zu leihen, um die Wohnung nun endgültig auszuräumen. Da fällt mein Blick auf etwa 8 Müllsäcke, die in der Ecke liegen und deren Inhalt ich nur zu genau kenne. Von Trennung keine Spur. Müll, Essensreste, Rohlinge, Kleidung, Technik, Papier, eben alles was man wegwirft, wenn man eine Wohnung auflöst. Nur können wir das nicht einfach vors oder hinters Haus stellen, wenn wir doch die Einzigen sind, die gerade ausziehen, muss man nicht Columbo sein, um uns auf die Schliche zu kommen. Mir kommt der Transporter wieder in den Sinn und ich beschließe meinem ehemaligen Mitbewohner zu einem Umweltverbrechen zu raten. Nicht ganz Japan, aber immerhin. Sobald es morgen dunkel ist werden wir uns wohl an einem nahegelegenen Waldstück verlustieren.
Das Streichen nervt mehr, als ich dachte. Wir haben keine Musik und er will erstmal alles abkleben. Ich halte mich für so versiert keine Flecken zu machen, eine halbe Stunde später gebe ich ihm Recht. Ich war sogar so mutig mit neuer Hose und neuen Schuhen hier aufzutauchen und muss es nicht bereuen, kein einziger Fleck, HA!
Das blöde an weißen Wänden ist, dass man nie sieht, wo man schon gestrichen hat, was uns bleibt ist die Vermutung und immer wieder gegen das Licht schauen, ob sich denn schon was verändert hat. Dachschrägen sind das nächste Übel, das geht ins Kreuz.
Ich hasse es, Ich hasse es, ICH HASSE ES!
Montag:
Der Transporter hat viel zu viele PS für meine Lust zu fahren, wie mit dem Go-Kart in den Kreisverkehr und über Bordsteine räubern. Auf dem Parkplatz musste noch fast eine E-Klasse dran glauben, was soll das aber auch, über Spiegel fahren, das ist doch nicht schön. Mein Mitbewohner bekommt es mit der Angst zu tun, also fahre ich jetzt mit 20km/h in unsere Straße ein damit der sich wieder beruhigt. Schwere Scheiße schleppen die Vierte. Dieser Umzug dauert eindeutig bereits zu lang. Ich kann keine Treppen mehr sehen. Warum ziehe ich auch immer so weit nach oben? Den ganzen Tag plagt mich dr Gedanke an die illegalen Säcke. Wo nur hin mit dem Mist. Zum Glück wird es schon vor acht dunkel.
Treppen rauf Treppen runter, drei Stunden später ist es geschafft, es bleibt: der Müll. Wie die Panzerknacker fahren wir im Dukeln durch die Stadt, immer Ausschau haltend nach Containern ohne Schloss, weit ab von der Straße, wo keiner wohnt. Überall Lichter, Menschen, Autos, potentielle Judasse. So viel Eier haben wir nicht einfach hier zu halten. Wir fahren ziellos umher, er bekommt eine SMS. Am Studentenwohnheim stehen große Tonnen ohne Schloss, Deal. Mit ausgeschlateten Scheinwerfern aufs Gelände, Seitentür auf und ab dafür. Keine zwei Minuten später geht die Tür nicht mehr zu. Wir ziehen, schieben und fluchen beide, man wird uns entdecken. Wir suchen nach einem versteckten Mechanismus, finden aber nur Gewalt, die das Problem dann auch löst. Gut für heute, morgen wird wieder gestrichen. Der Übergabetermin wurde nochmals verschoben, wir haben Zeit bis Donnerstag.
Dienstag:
Küche und ein weiteres Zimmer gestrichen. Wir sehen aus wie Koksschlümpfe und arbeiten bis es dunkel wird und wir keine Lust mehr haben.
Mittwoch:
Morgen wirds ernst, heute muss alles fertig werden. Wir beginnen mit dem entgültigen entmüllen der Wohnung. Mir fällt der Keller ein, Flaschen und Klamotten. Also noch ne Tour. Vergeblich suche ich eine Stunde nach einem Altkleidercontainer, finde keine, stelle meinen Wäschesack in der neuen Wohnung auf den Dachboden. Nächstes Übel, die Kammer des Schreckens. Halbe Treppe, beim Einzug gefüllt und seit dem nicht mehr hinein geschaut. Als sie offen ist wissen wir warum. Unsre Umzugskisten von damals und drei unaudgebaute Schränke, Bretterhaufen plus ein Teppich. Wir beschließen all das in der Hof zu stellen, denn da war schon einer vor uns böse. Die Kartons baue ich auseinander und finde einen Rest Einzugspizza. Kein Stück Schimmel dran, was tun die da rein?
Streichen bis 18 UHr dann kehren, Farbe abkratzen, wischen. Alle Lampen abgebaut, 20 Uhr wirds dunkel, nicht gut zum Putzen. Bleibt noch was für morgen. Zu Hause bin ich so alle, dass ich mich kaum noch bewegen kann. Mir tut meine linke Arschbacke weh, da war ich am Montag drauf gefallen, Schmerzen bei jeder Treppenstufe.
Donnerstag:
Zwei Zimmer wischen. Schnell gemacht. Wohnung leer, endlich! Ich gehe baden, denn meine Arme ziert noch Farbe von gestern, bin morgens nicht zu Duschen gekommen. Kaffee, Kippe, Übergabe. Nette Frau, genügsame Frau. Wunder oh Wunder, wir bekommen unsre Kaution zurück, wenn die wüsste. In sechs Wochen, naja wenigstens überhaupt.
Ich ziehe erst wieder um, wenn ich reich genug bin jemanden dafür zu bezahlen, mir das alles vom Hals zu halten. Oder ich werfe beim nächsten Mal einfach ein Streicholz auf den bezingetränkten Restmüllhaufen und kassiere fett Versicherung. Irgendwie, nur nie wieder so.
(müsste K.)
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