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Dieser Blog ist ein Sammelsurium von Gedichten.

Montag, 14. August 2017

Auf Halde

Ich bin maßlos in all meinen Wegen,
& grenzenlos ehrlich zu dir
Mein "um mich rum" entfremdet mich
Du? Ein Anker?
Ich weiß es nicht, noch?
Kann es sein, dass ich mich finde?
in den Sträuchern deines Dorfs
oder sagst du das nur, damit ich schweige

Es riecht nach Versuchung,
wenn der Tag vergeht
Ruhelos hat Ende
Und deine Augen sind so groß
Verflossen sind sie alle
deine, meine,
für dich, für mich,
Alles. Einfach. Ganz. Vergessen.
Ruhelos hat Ende.
STOP!

Kann es sein, dass ich verfalle?
Das Du nur Gutes willst?
Kann es sein, das ich Dir fehle?
Was ist es nur, das Du hier willst?
Am Ende mich?
Nein,
Du willst dich selber wider haben.

(mk)

Wenn Caligula lacht

I'm an idiot in the body of a fool
und das meine ich nicht so
wie es da steht
Denn ich kann nicht anders
Was ist, vergeht.

Ich hab Übel im Kopf
Ich muss etwas essen
Ich kann dich nicht hören
& das hab' ich vergessen

Schreiben ist mehr als Essen
Vergessen, vergessen,
Schnee fällt im Regen,
& wie kann das sein?
Da rennt der Teufel vor mir weg
& ich krieg ihn nicht ein.
Auf ein Bier? ich lud ihn ein.

Beim mir selber Beibringen
ging mir die Tinte aus,
& wen geht das hier an?
Dieser Abend killt dich nicht,
da warst du schon zu oft,
Berkley didn't teach you a thing

Duschen kannst du immer
& dich einsam fühlen auch
Im Schnee
Der Winter kommt
du kannst ihn riechen
wenn die Tränen wieder wert.

(mk)

Samstag, 12. August 2017

Meine Insekten haben Namen

Ein Morgen, wie eine Mundwäsche,
"Wer hält den Quirl in meinem Kopf?"
Frage ich Sebastian, die Stubenfliege,
als der Regen über meine Gedanken stolpert
und ich falle ins Vergessen.

Sahne ist, was Sahne kann,
hab länger drüber nachgedacht,
und so kam ich bei mir an
das war gestern so um acht

Schon immer wollte ich das sagen
was mir auf der Zunge liegt
und ich kanns nicht mehr ertragen,
dass etwas namenloses auf mir wiegt

Mensch, im digitalen Mittelalter
Nuhr hat die Impedanz versaut,
Sitzt und denkt, Mensch Walter
hat mich das Internet verdaut.

(mk)

Donnerstag, 3. August 2017

Die letzte Parole des Eindringlings

Es ist alles verfault,
Das letzte Stück Haben,
macht einen Salto,
landet rücklinks im Graben

Ein Ding macht es bitter und süß
Ist Problem und Lösung zugleich
Erzählt dir Geschichten, die du küsst
Verbindet arm & reich

Der kotzt, das ist der Proll in ihm,
der's Krachen lassen will.

Olfaktorisch gesehen:
Leichen und Modergeruch,
Weil ich es schäbig will,
in diesem Gedicht

Optisch: in etwa sowas wie der dunkelste Ort,
an den euer Geist nicht gehen will,
weil da all eure verstaubten Kisten liegen.

Akustisch: Irgendwas von Ligeti

Haptisch: Zuckerwatte mit Glasscherben drin, also Björk.


Scham heißt nicht Versagen,
Sollte mal die Runde machen,
Es ist nicht in sich, bis es blutet nagen,
Es ist auf sich zu zeigen und zu lachen

Scham heißt nicht Versagen,
Mach mir Riefen in den Tisch,
Und ja, ich bin auch selbst ein Nager,
Ich brech den Reim. Was folgt? Ein TUSCH.

Zeichnet mir ein Bild von Freude
Und ich zereiß es in der Mitte

(mk)



Montag, 31. Juli 2017

Was für ein Sturm

Ich gehe mit Dir unter meinen nackten Füßen in den Morgen danach
und das ist nicht vorbei
Ich rühr dich in den kalten Kaffee
den Du nicht magst
und trotzdem trinkst
denn das ist nicht vorbei

Dein Lachen hallt von diesen Wänden
und in der Wanne sitzt Du noch
dein Brot von Montag liegt noch auf dem Tisch
Du bist gegangen und bleibst doch

Weder Wendung, noch scharfe Kurve,
wir sind noch nicht mal los gefahren
deine Hand auf meinem Knie,
Denn Ja ist ein zu schönes Wort,
das machst du nicht kaputt
Wenn jemals jemand Hilfe schrie
dann war das ich, und das war dort
Und das ist nicht vorbei

Du kannst mich nicht so von Dir waschen
Dein Blut klebt unter meinen Nägeln
Schmerz kann mich nicht mehr überraschen
Das wäre Dir ans Herz zu  legen.

(mk)

Dienstag, 6. Juni 2017

Killerreimschema!

Die Welt macht ihre Fenster auf,
denn dieser Regen heilt sie doch,
die Nacht im Kopf kann viel erzählen
doch am Morgen kommt das Joch

Doch vorher, früh um vier, kommt Schweiß,
der nach dir riecht,
und von dir weiß
Deine Bande lösen sich
Und Du weißt nicht, was das heißt

Ja, Du machst dein Fenster auf.
Alles schläft, niemand mehr da
Doch gerstern ist der Zug entgleist
Ich zähle Gründe, tags darauf
Warum ich öfter ehrlich war
Und das sie die Jene sei

(mk)


Donnerstag, 23. Februar 2017

Reißerischer Titel

Ein schönes, neues Kleid hat diese Welt. Wenn es nachts kaum noch friert. Der Tag heller wird. Uns die Engen langsam beginnen zu verlassen. Und wir uns nicht mehr fragen müssen, wie es im Zelt war. Nach jedem stocksteifen Tag, in viel zu engem Rock, fühlen wir nur unsre Knöchel und Waden. Bleibt nichts mehr übrig, man will ja selber flüchten.
Von etwas weg - von dem man nie wirklich geglaubt hat, das man es hatte - zu leben, ist: einfach.

Stell dir mal das Gegenteil vor.

(mk)