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Dieser Blog ist ein Sammelsurium von Gedichten.

Dienstag, 6. Juni 2017

Killerreimschema!

Die Welt macht ihre Fenster auf,
denn dieser Regen heilt sie doch,
die Nacht im Kopf kann viel erzählen
doch am Morgen kommt das Joch

Doch vorher, früh um vier, kommt Schweiß,
der nach dir riecht,
und von dir weiß
Deine Bande lösen sich
Und Du weißt nicht, was das heißt

Ja, Du machst dein Fenster auf.
Alles schläft, niemand mehr da
Doch gerstern ist der Zug entgleist
Ich zähle Gründe, tags darauf
Warum ich öfter ehrlich war
Und das sie die Jene sei

(mk)


Donnerstag, 23. Februar 2017

Reißerischer Titel

Ein schönes, neues Kleid hat diese Welt. Wenn es nachts kaum noch friert. Der Tag heller wird. Uns die Engen langsam beginnen zu verlassen. Und wir uns nicht mehr fragen müssen, wie es im Zelt war. Nach jedem stocksteifen Tag, in viel zu engem Rock, fühlen wir nur unsre Knöchel und Waden. Bleibt nichts mehr übrig, man will ja selber flüchten.
Von etwas weg - von dem man nie wirklich geglaubt hat, das man es hatte - zu leben, ist: einfach.

Stell dir mal das Gegenteil vor.

(mk)

Montag, 6. Februar 2017

Eiterbeulenstolz

Ein Falsch hat recht gehabt,
immer gehabt
Ein einzig flehend Ding,
in das ich mich so leicht verfing
Spinnenbeine an mir selbst,
Netz, das Wedel gern zerstört,
Wie es mir so nicht gelingt,
hast Du sicher schon gehört.

Grundsätzlich falsch,
es ist kein Sprung
Ein kleines Kitzlen von mir zu Dir
macht sich fest
am Inselklang

Nichts ist fest,
nein alles lose...

Fängt sich einer am Verfall,
wird einfach,
was dir schwer erschien.

Einmal beachtet.

Dann kannst Du nur Du selber sein,
denn der Effekt ist weg
Und der Ansporn wiegt
Völlig unverstanden
alle Anderen

bleibt anders

Vollkommen klar
& völlig verborgt

Verbrannt ist, was ich bin,
Asche weht
Meine Allee
Ruchlos schön
Ich bin schön.

Dialog, was Feines,
nimm mich lieber an der Hand.

(mk)

Diese knarzende Stelle im Dielenbretterboden

Nein, es ist  nicht bescheuert, jemandem alles zu geben und sich über Liebe zu definieren. Liebe für einen außer sich selbst, Liebe für eine Gemeinsamkeit, ein Königreich, dass man für sie unter ihren Füßen ausbreitet. Und es ist nicht falsch zu brechen und sich selbst in Trauer zu vergessen, wenn man dies umsonst verschenkt hat.
Immer, immer, immer wieder. Ich werde es tun. Ich muss.

Allein damit mir nicht mehr kalt ist.

Sie auf Händen zu tragen ist nicht dumm.
An sie vor mir zu denken auch nicht´.


Es ist nicht vermessen einander ein Kind zu schenken, dass ein Produkt eines Gefühls ist, das mal war. NEIN. Dieser Mensch wird wunderbar. Das kann nicht falsch sein.

Es immer wieder zu versuchen. Das wird klappen. Ich verspreche es.

(mk)


Montag, 30. Januar 2017

Nähe & Mensch

Marieanengrabengleich dachte ich nich

hab ich dich gesucht.

Mein Gegenüber.

Hab dich ausgedünnt, schaler gemacht.

Ich bin der Chronist

Metaphern gefunden, dich gibt es nicht

bin darüber verschwunden

dich gibt es nicht.

kaltes Herz
dass weder weint noch lacht,
blödes Herz
es steckt euch alle in die Tasche

Und immernoch die Hand zum Mund,
schließt,
ab auf dem Rücken
Ich  rette mich über jeden nächsten Punkt.
Ist es nicht entzückend?
Öde ist es sicher

Wie war das für Sie, Mr. Gray?
War die Tat ein Lüge?
Oder lügt die Welt?

Herz, das kalte, halte mich über jeden hinweg
Und schüre bitte keinen Zwang
Schau hin, wenn ich mich zu ihr leg
Und führ zu Ende, was begann

(mk) (f. AK)



Samstag, 14. Januar 2017

Du.

Ich hab dich von mir gewaschen,
war das erste,
was war

hab die Laken gekocht,
die Wände geweißt
bis ich fast nicht mehr wusste
wie du wirklich heißt,

Hab die Lider geschlossen,
nur noch schwarz gesehen
die Tür schon halb zu
deine Schritte im Gehen

hab gelernt dich zu hassen
und wieder zurück
doch ich konnt' es nicht lassen
nur ein Stück
nur ein Stück
von dir.

Hab gebrannt in der Kälte
und geschrien nach dir
Im Rinnstein gepennt,
was kann ich dafür?

Hab die Straßen gemessen
Die Huren gezählt
Nenn mich vermessen,
Du hast mich gewählt.

(mk)

Montag, 9. Januar 2017

Grenzkostensurfer

Wir werden entewigt
Zum Trost eingekammert
Leben füllen
Mit immer nur DU!

Wir teilen kein Mahl mehr
Wir speisen allein mit der Frage: "Warum?"
Wir verstehen es nicht.
Vor lauter Details das Ganze nicht mehr sehen.
Wir sagen es so oft.
Und wissen es nicht.

Wir träumen in Noten ($).
&  ein wenig Nähe, vielleicht.
Bis wir was Besseres finden

Wir arbeiten nicht mehr,
an Etwas, dass uns selbst zuerst betrifft.
Bevor wir "ehrlich" zu uns sind,
und neu kaufend gehen

"Wish there was something real, wish there was something true" (Nine Inch Nails)

Und bitter sind,
nie unsrem Instinkt zu vertrauen.

Jedes: Ich hab mal Eine Frage!
Dieses Kitzeln am Gaumen
Dieses Fühlen von Rückrat
Dieses schlussendlich in sichzweifeln
Der geshlossene Mund
Dann das Auslassen an Andren

Danke, das wär unser Wort
Zu mehr als nur Zierde
denn vor lauter Schmuck am Hals
geht die Stirn gen Asphalt
Und Gier heißt nun Begierde

Und "Bitte" schiebt es nur auf euch
Wenn ihr es wart und ändern könnt

Holt euch den Geist zurück ins Zimmer,
lasst ihn immer da
wenn er verschwinden will
seid immer
auf der Hut vor dem Eklat

Verschwendet euch an Fantasie
lasst die Rechnung niemals kommen
die Flügel, die sie euch verlieh
habt ihr euch selbst genommen.

(mk)